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Themen und Inhalte der Ausbildung

Die Ausbildung beinhaltet sowohl das Lernen der Wen Do - Kursinhalte (körperliche Techniken, Strategien der Selbstbehauptung und deren Vermittlung etc.) als auch die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Unterdrückungsmechanismen und deren Auswirkungen auf die Wehrhaftigkeit von uns als Frauen*. 

Beide Themenbereiche werden – mit immer wieder unterschiedlichen Gewichtungen - von Anfang an während der Ausbildungseinheiten vermittelt.

 

Die Didaktik zentraler Kursinhalte wird an den Kurswochenenden vermittelt. Daneben vertiefen die Teilnehmerinnen* dieses Wissen in selbstorganisierten Kleingruppen und im späteren Verlauf auch durch Hospitationen bei erfahrenen Trainerinnen.

Ausbildungsinhalte (thematisch geordnet)

  • Körperliche Selbstverteidigungstechniken und Selbstbehauptung:
    Grundsätze des motorischen Lernens, körperlichen Angriffs- und Abwehrtechniken, didaktische Merkmale und weitere wichtige Elemente der Vermittlung körperlicher Techniken; Strategien der Selbstbehauptung, Umgang mit Stimme und weitere Grundlagen der Körpersprache, „Das Sich-wehren-mit-Worten“, Didaktik der Selbstbehauptung, weitere spielerische Elemente sowie rechtliche Grundlagen/ juristische Praxis bei Fällen von Selbstverteidigung und Selbstbehauptung

     

  • Wahrnehmung und Entspannung:
    Hilfen zur Einschätzung von Situationen, Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen, Strategien und Tools zur besseren und präziseren Wahrnehmung, Wissensvermittlung zu Täterstrategien und Täter-Opfer-Dynamik, Entspannungsübungen

     

  • „Der Schrecken im Körper“: Wehrhaftigkeit und Trauma 
    Umgehen mit Angst und Panik, Strategien für (schwer) traumatisierte Teilnehmende

     

  • Wehrhaftigkeit und Gesellschaft
    Sozialisation, soziales Lernen und weibliche Wehrhaftigkeit, Grundwissen zu geschlechtsspezifischer Gewalt (sexualisierte/ häusliche Gewalt), Formen von Alltagsgewalt/ digitaler Gewalt etc, Übergriffe und Unterdrückungsmechanismen: Sexismus, Rassismus & Co

     

  • Das Persönliche ist politisch:
    Auseinandersetzung mit eigenen Erfahrungen und eigenen Ängsten, Reflexion eigener Werte und Vorstellungen, Auseinandersetzung mit der Trainerinnenrolle und der daraus entstehenden Machtposition

     

  • Arbeiten und Lernen in und mit der Gruppe:
    Gruppenführung und Gruppenleitung, Gruppendynamiken, Konfliktmanagement

     

  • Besonderheiten in der Arbeit mit Mädchen*:
    Mädchen*kurse für verschiedene Altersstufen

     

  • Arbeit mit speziellen Zielgruppen:
    z.B. alte Frauen*/ Teilnehmende mit unterschiedlichen Behinderungen/ Kurse mit Dolmetscherinnen*/ Teilnehmende mit Fluchthintergrund/ …

 

Einzelne der genannten Themen werden durch externe Referentinnen* vertieft.

Arbeitsmethoden

Arbeit in Kleingruppen und im Plenum

 

Körper- und Bewegungsarbeit

 

Rollenspiele und weitere spielerische Übungen

 

Impulsreferate der Leitung sowie der Teilnehmenden

 

Reflexionen

 

Wahrnehmungs- und Entspannungsübungen

 

Vorträge externer Referentinnen*

Voraussetzungen

Die Ausbildung zur Wen Do Trainerin richtet sich an Fachfrauen* mit pädagogischer oder therapeutischer Grundausbildung, z.B. aus den Berufsfeldern Beratung/ Therapie, soziale Unterstützung, Betreuung, Jugend-/ Alten-/ Behindertenarbeit etc.


Sie erweitert Ihre fachlichen Kompetenzen in der Unterstützung und dem Empowerment von Mädchen* und Frauen*.

 

Erfahrungen in feministischer Mädchen*-/ Frauen*arbeit, Anti-Gewalt-Arbeit oder Prävention sind wünschenswert.

Zudem wird die Teilnahme an einem Wen Do Grundkurs/ Basiskurs vorausgesetzt.

Falls Sie vor Ausbildungsbeginn noch keinen Wen Do Kurs gemacht haben: siehe den Reiter „unsere Arbeitsweise kennenlernen“

 

Die Ausbildung beinhaltet ein Zertifikat.

Dieses erhalten Sie nach erfolgreicher Teilnahme bei Ausbildungsende.

 

Die Räumlichkeiten, in denen die Ausbildung stattfindet, sind barrierefrei zugänglich. Frauen* mit Behinderungen sind willkommen. Gerne nehmen Sie jedoch in diesem Fall vorher mit uns Kontakt auf, um gemeinsam mit Ihnen die Möglichkeiten und Grenzen der Ausbildung abzuklären.

 

Zulassungsvorbehalt: 
Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Selbstfürsorge

Die Ausbildung erfordert Zeit und Engagement.

 

Eine regelmässige Teilnahme an den Ausbildungsterminen und den selbstorganisierten Trainingsgruppen wird vorausgesetzt.

 

Bitte beachten Sie, dass die Auseinandersetzung mit eigenen, gesellschaftlich bedingten Unterdrückungserfahrungen und Beschneidungen und mit dem Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen* und Mädchen* belastend sein kann.

 

Sie erfordert Umsicht und Achtsamkeit auch bezüglich der eigenen Prozesse, die in diesem Zusammenhang ablaufen können.

Daher kann es im Sinne der eigenen Selbstfürsorge hilfreich und notwendig sein, sich Austauschmöglichkeiten über Inhalte und eigene Prozesse während der Ausbildung auch außerhalb der Ausbildungsgruppe zu suchen.

 

Die Ausbildung zur Wen Do Trainerin kann und soll keine Therapiegruppe ersetzen.

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